Zurück in die Zukunft. Die Klassikermannschaft geht fremd.

Einen Besuch auf Mallorca mit einem Carbontest zu kombinieren erwies sich für die Klassikermannschaft als goldrichtige Frühlingsidee. Zwar waren wir anfangs unsicher, ob wir als gestählte Klassikerliebhaber auch auf nagelneuen Carbonboliden richtig Spaß haben können, aber diese Bedenken waren unnötig wie ein Plattfuß. Unsere Leihräder fuhren sich völlig unproblematisch, agil und schnell. Die tollen Wege, die wir auf Mallorca entdecken durften, ließen daher nichts anderes als Begeisterung aufkommen.

Ein Besuch auf Mallorca gehört heute für Radsportler aller Nationalitäten zum Einstieg in die Saison. Gutes Wetter und eine beeindruckende Streckenvielfalt unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade machen des Deutschen liebste Sonneninsel zum idealen Reiseziel für Rennradler. Jeder Fahrer kann sicher sein, Strecken und Angebote zu finden, die seinem Trainingsstand und Anspruch entsprechen.

Ein nicht zu unterschätzender positiver Faktor ist die Chance, sich auf die schönsten Seiten der Insel zu konzentrieren, da die Wahrnehmung aufgrund der stellenweise verwinkelten Strecken und der gefahrenen Geschwindigkeit mit einem Ausflug per Mietwagen nicht zu vergleichen ist. Ein weiterer Vorteil in der Vorsaison: die Ballermänner kreuzen schlimmstenfalls am Flughafen den Weg, ansonsten kann man ihnen wunderbar aus dem Weg gehen.

Da Richard Pratt von Ricci Sports den April als Tour-Guide im Norden Mallorcas verbrachte, bot sich für uns ein einwöchiger Besuch in seinem „Heimatort“ Port Alcudia an. Anfangs noch etwas von der Anzahl der Rennradler irritiert, fühlten wir uns doch recht schnell wohl. Ob bei den täglichen organisierten Radtouren mit der Gruppe, dem Espresso im Rapha-PopUpStore oder bei den abendlichen Exkursionen in Ramon’s Bar: wir hatten unseren Spaß.

Unschlagbares Highlight der Reise war unsere Königsetappe, der Privatausflug im 4er-Team nach Sa Calobra. Ein Erlebnis mit viel Wind, dicken Beinen, dünnem Kreislauf, nicht jugendfreien Visionen von unzüchtigen Beinkleidern und der Erkenntnis, dass wir fix (und/oder fertig) unterwegs sein können, wenn wir wollen. Und jetzt alle: „Mah Nà Mah Nà.“

Fazit: eine 100%ig gelungene Aktion. Im nächsten Jahr jetten wir wieder nach Malle, aber vielleicht gestalten wir die Reise etwas anders. Vielleicht im größeren Team. Wir machen uns Gedanken. Anregungen und Gespräche mit Gleichgesinnten sind gerne willkommen.

Dass wir unsere Beine in der Woche ordentlich gestärkt haben, merken wir nach der Rückkehr übrigens auch auf unseren Stahlschätzen. Somit hält die Freude über den Urlaub lange an. Garantiert.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

3 Responses to Zurück in die Zukunft. Die Klassikermannschaft geht fremd.

  1. hallo,
    ich möchte mich zur Klassikerausfahrt anmelden am 16. Juni.
    schönen gruss aus Köln
    Claus

  2. avatar Hartmut Snoek says:

    Hallo,
    daß Ihr Euch zum Kloster hochgequält habt, nur um Timoner’s Weltmeistertrikots
    anzubeten, verdient höchste Anerkennung.
    Gruss
    Hartmut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.