Sonntagsfahrer auf zwei und vier Rädern – Die Klassikerausfahrt im Juni.

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Eine unserer vielen zweifelhaften Eigenschaften ist die ironiefreie und extrem unangenehme Klugscheißerei. Und das Schlimme daran ist: Wir fühlen uns dabei total prima. Dass am heutigen Tag, nach gefühlten 2 Wochen grau in grau mit Hang zum Dauerregen, die Sonne rauskommt, haben wir als großes Geschenk empfunden. Denn erinnert Euch: Der Ankündigungstext war mit „Irgendwann wird es wärmer. Garantiert. Spätestens zur Klassikerausfahrt im Juni“ betitelt. Wir hatten Recht.

Doch genug über’s Wetter und unsere prophetischen Gaben getratscht. Die Mannschaft, die sich am Morgen am Treffpunkt einfand, war eine bunt gemischte internationale Truppe. Einige Flandern-gestählte Heimkehrer, weitgereiste Besucher aus der Domstadt, aus Amerika, aus Fröndenberg und Hagen sowie die Stammmannschaft der Klassikerausfahrt genossen unsere Gastfreundschaft bei Doping-Kaffee und Croissants. Pünktlich um 11:00 Uhr ging’s los, die Strecke führte uns über Ratingen, Mülheim, Essen wieder zurück Richtung Düsseldorf. Entgegen unserer üblichen Gepflogenheiten, nahezu alle Straßen mit Autoverkehr zu meiden, sind wir diesmal mehr auf Landstraßen unterwegs gewesen. Hierbei zeigt sich, dass die Disziplin unserer Gruppe, mal konsequent in Zweierreihe oder auch in Einerreihe zu fahren, noch ausbaufähig ist. Nix was uns Kopfschmerzen bereiten sollte, aber noch Luft nach oben.

Luft nach oben brauchte leider auch ein amerikanischer Mitfahrer, der sich während voller Fahrt des Schaltwerks seines Mercian (auf den Bildern in vollständiger Pracht zu bewundern!!!) entledigte. Dieses ließ sich nur noch als 3D-Puzzle auf der Fahrbahn einsammeln, der gute Mann konnte aber Dank eines Hilferufs von seiner Frau abgeholt werden. Hoffen wir zumindest, ansonsten steht er noch immer in Mülheim.

Einige gut gewählte und landschaftlich wirklich tolle Anstiege brachten dann wie versprochen unsere Oberschenkel in Form, einige mehr als ungeschickte Sonntagsausflugsautofahrer versuchten unseren Puls zu manipulieren, aber dank hervorragender Atemtechnik konnten wir die anaeroben Bereiche vermeiden. So leicht lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. WIR NICHT!!! GRRR!!!!

In Ratingen teilte sich dann die Truppe auf, der größere Teil machte sich mit Richard auf in seinen Laden, während ein kleiner Teil noch auf dem Messeparkplatz den Finalläufen des Todespedals beiwohnen wollte. Während die Veranstaltung in den letzten Jahren als Guerillaaktion durchgeführt wurde, fanden wir in diesem Jahr ein professionelles Event vor, Sponsorenzelte und Moderation begleiteten das „Produkt“ Sprinterrennen.

Abschließend können wir stolz vermelden, dass die gefahrenen Höhenmeter auf unserer 70km Tour fast identisch waren mit den Höhenmetern der 70km Strecke der RetroRonde über Flanderns legendäre Wege. Also, liebe Mitfahrer, kommt im nächsten Jahr einfach mit nach Flandern, ihr schafft das.

Wir sehen uns hoffentlich alle am Samstag, den 15. Juni in Rommerskirchen, um dort gemeinsam eine Runde zu drehen.

Eure Klassikermannschaft!

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7 Responses to Sonntagsfahrer auf zwei und vier Rädern – Die Klassikerausfahrt im Juni.

  1. avatar Daniel says:

    Ich fand die Disziplin eigentlich recht gut, teilweise besser als im Vorjahr, Übung macht den Meister.
    Zumindest wurde vorne recht ordentlich in Zweierreihe gefahren, auch wenn der eine oder andere nicht immer das Tempo gehalten hat und immer wieder zum Vordermann abreissen lies nur um anschließend wieder aufzuholen.

    Was mir nicht gefiel: Weiter hinten wurde kaum noch auf Schlaglöcher hingewiesen (Handzeichen), so dass ich mich am liebsten weiter vorne aufgehalten hab.

  2. avatar kreuzbube says:

    Ein schweres Dilemma, indem ich gestern steckte. Fahre ich bei euch mit oder gehe ich beim Death Pedal an den Start? Mein Aufenthalt in Düsseldorf war ja zeitlich begrenzt auf 2 1/2 Tage und nach der Neandertal-Ausfahrt am Samstag entschieden mein Gastgeber und ich uns dann kurzfristig doch für das Kontrastprogramm. Carsten, es freut mich umso mehr, dass wir uns dann am Messegelände noch gesehen haben. Auf dem Rückweg hat auch der Richard seinen Laden noch einmal für uns geöffnet und sollte ich mal wieder an einem ersten Sonntag im Monat in eurer schönen Stadt sein, (zweier-)reihe ich mich sicherlich bei euch ein. Gruß aus dem abgesoffenen Osten an den Rhein!

  3. avatar Volker says:

    es war sehr schön anzuschauen, als ihr in relativ großer gruppe auf der landstrasse richtung essen unterwegs wart. wir hatten da schon unsere 85er-runde mit hügeln hinter uns und waren auf dem weg zum death pedal. an thaddi: irgendwann mal fahren wir auch gemeinsam 😉

  4. avatar Jean says:

    Hi, riesen Dank an alle Organisatoren, es hat wirklich Spaß gemacht und für tiefen Schlaf gesorgt, sogar schon im Zug zurück im vollen Fahrradabteil, ja ja es ist möglich ! Als Peloton Neuling muss ich die Handsprache noch verbessern, es ist für mich noch ungewöhnlich, plötzlich mit einer Hand auf den Lenker zu greifen, zumal die Zeichen auch unterschiedlich ist, und neue Hindernisse lauern. Es ist aber auch Übungsache. Ich werde bis Rommerskirchen fleißig trainieren, vor allem handsprachlich und mental, um an dem Tag der Chiappucci oder Cipolini der Cappucino Gruppe zu werden ! Es werden bestimmt weniger als 2 Minuten Rückstand am Ende !

  5. avatar rolli-radler says:

    Dank den Organisatoren und den Fotografen und dem Wettergott! War schön und bald wieder in Rommerskirchen.

  6. Pingback: Rheinische Trilogie, 3: Unter Velociraptoren* | Guter Bubi!

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