Ende gut, alles gut. Die Klassikerausfahrt im September 2013

dsc_0034

Verehrte Heldinnen der Wirtschaftswege, liebe Freunde der Unterrohrschaltung!

Es ist vollbracht: Das Finale der Klassikerausfahrt-Saison 2013 wurde locker und souverän wie ein 4:1 Heimsieg nach Hause geschaukelt. Ob Rampen, Schotterpassagen, Walddurchfahrten oder Serpentinen – das Peloton meisterte alle Prüfungen mit Bravour. Nicht, dass wir es anders erwartet hätten…

Das Ergebnis unserer Streckensuche „auf den letzten Drücker“ konnte sich letztendlich mehr als sehen lassen. Ein für die Klassikerausfahrt völlig neuer Einstieg in hügeliges Gelände über, unter und durch Erkrath hindurch – selbst einer unserer erfahrensten Mitfahrer, seit Jahrzenten Vereins- und RTF-abgehärtet, hatte  bestimmte Streckenabschnitte noch nie gesehen. Das schreiben wir uns hier gerne ins Poesiealbum.

Getreu unseres neuen Lieblingsmottos „Harden the fuck up“ hatten wir zwei liebliche Rampen eingebaut, eine „durchs“ Eulental, die andere über den Höhenweg hinter Hochdahl. Nomen est omen. Da brannten ein paar Oberschenkelmuskel und man freute sich über einen Rettungsring auf dem 6-fach Schraubkranz.

dsc_0077

Die weitere Streckenführung zum Postkartenidyll von Düssel konnte sich ebenso sehen lassen und selbst auf dem Landstraßenabschnitt gab es wenig Kontakt mit Autos. Die Rückreise in die Heimat wartete mit einer fast leeren Ex-Bahntrasse (Panoramaradweg), den Abschnitten Flandersbachtal, Angertal, einer Schotter-Waldabfahrt nach Hösel und den finalen Kilometern durchs malerische Eggerscheid nach Ratingen und Düsseldorf auf.

dsc_0152

Wir hatten Spaß, alle Beteiligten anscheinend auch. Richtig Spaß hatte auch unser Edel-Domestike der Klassikerausfahrt, der die letzte Ausfahrt des Jahres mal mit seinen Worten beschrieben hat. Dafür und für die großartige Unterstützung während der gesamten Saison noch mal nen ganz tiefen Knicks. Und wir lupfen Mützen und Helme. Hier nun der Bericht von „Mirabella“ aka Aphro-Child aka…. Achso: Wir haben uns erlaubt, faktisch falsche Behauptungen, die uns in ein allzu günstiges Licht stellen, einfach mal zu löschen.

… Klassiker Paranoia zum letzten Mal im Jahre 13 nach 2000 …

… Croissants und Blutzuckerspiegelsteigerungsriegel zum Beginn … wie üblich begann die klassische Ausfahrt ruhig im Ruheraum mit stahlharten ausgestellten Rädern … Abzählmeister Konrad kam auf 23 Klassiker die die Strecke hinter oder mit ihm abrollen wollten … für die Streckenführung diesmal war auch Kollege Carsten vorher unterwegs gewesen … abwechslungsreich – ein neues Bootleg Stück – schmerzende Beine – manche schönen Aussichten – so wollte er es haben … damit die Klassikerausfahrt aber sowieso noch einige Zeit vor sich hat …

… Klassik im Programm wurde zuerst die Fahneburg bis auf den Bergfried hochgefahren … die ganze Strecke wie versprochen war wellig mit eingen längeren Passagen für den Ruhepuls im Standardrhythmus …

… es wurde klein-Paris über Gerresheim verlassen über Erkrath und dann der Weg nach der Stadt die erst seit ungefähr achtzig Jahren unter diesem Namen sowie für Radfahrer für seine Höhenunterschiede bekannt ist – Wuppertal … der neue Niederbergbahnweg wurde angefahren und dann – wie schon bei der August Ausfahrt – das wunderschöne Flandersbachtal durchquert … dann wurde der direkte Weg zur Basis gewählt …

… zwischendrin in Erkrath Hochdahl offenbarte Carsten seinen Geheimweg – sogar Konrad wußte nicht was kommt … gruselig angekündigt mit Schotter in der Abfahrt und folgenden schmerzenden Beinen … diese Rampe gibt ein besonderes Lob für den schwersten im Felde … Heinz ließ die Speichen sich bewegen bei seiner grandiosen Fahrt ohne abzusteigen … das war schon zum Staunen …

… vorher schon mit – Gink – Stindermühle – Sultansteigung – Pferd Sultan war zufällig auch auf der Steigung abwärts unterwegs als die Klassiker hinauf zum Neanderbad fuhren um eine Dusche dort zu nehmen – in Erkrath hatte Carsten eine für ihn stiluntypische Strecke gewählt … danach ging es klassisch weiter – moderates Aussichtsfahren mit viel grün am Strassenrand …

…  ungefähr vier Stunden  und ein Glücksgefühl eine schöne Runde gefahren zu sein konnten alle den kaltgestellten Kuchen – Richard denkt an alles – genießen …

… Plattfuß König wurde der erfahrendste Rad-iologe im ganzen Feld … Ricci erwischte es bei seinen Kunststücken im Trampelpfad an  der Anger … den Titel machte ihm niemand streitig … niemand sonst kam auf die Idee einen Plattfuß zu haben …

… auf ein Neues im näxten Jahr …

… Mirabella …


Jetzt ruht sich die Klassikermannschaft erstmal auf ihren Lorbeeren aus, kurbelt sich fit für die L’Eroica Anfang Oktober und rollt ganz unorganisiert durch den hoffentlich sonnigen „Indian Summer“.

Der nächste Termin der Klassikerausfahrt steht bereits, die Vorbereitungen zum 3.Bahntag in Kaarst-Büttgen am 26. Januar 2014 rollen langsam an. Und wenn alles passt, gibt’s in diesem Jahr wieder für alle, die keine Angst vor nassem und kaltem Wetter haben, eine wöchentliche „AusdauerWinterTrainingsRunde“.

Ab März 2014 starten wir dann wieder mit der „normalen“ Klassikerausfahrt. Bis dahin werden wir hier sicherlich noch einige Gedanken und Geschichten zum Besten geben. Immerhin werden wir ja in ein paar Wochen in die Toskana aufbrechen. Neues Quartier, neues Team. Und die L’Eroica mit dem ganzen Drumrum ist uns ja immer ein paar Worte wert. Vielleicht auch mal aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Außerdem setzt sich die Klassikermannschaft vielleicht mal auf ihre vier Buchstaben und schreibt den zweiten Teil der sagenhaften Abenteuer in Frankreich. Zudem hat unser Besuch in Belgien eigentlich auch noch mehr Stoff abgegeben, als wir bisher veröffentlicht haben. Die letzten Wochen hat uns jedoch das Wetter einfach so oft begeistert, dass wir uns schwer getan haben, so lange am Rechner zu sitzen. Lieber haben wir an unseren „Tan-Lines“ gearbeitet und den Himmel über unserem Kopf genossen, auf dem Rad oder zu Fuß oder einfach abends draußen beim Bier. Auch das war schön.

Bis bald. Wir lesen uns.

Eure Klassikermannschaft

PS: Noch was zu den Bildern: Nein, wir haben nicht die hippste App gefunden, sondern unsere Händicam kaputt gemacht. Daher ließen sich die Bilder nur in sw ertragen. Bis zum Frühjahr gibt’s ein neues Mobiltelefon. Versprochen.

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

3 Responses to Ende gut, alles gut. Die Klassikerausfahrt im September 2013

  1. avatar ferdyx says:

    Lieber Carsten u. Conrad,
    vielen Dank für die schöne und gut organisierte Tour, Speis u. Trank und natürlich für die tollen Schwarzweiß Bilder, das gibt ne gewisse Würze…
    Wir sehen uns hoffentlich im Nov. in Kölle.
    Gruß

  2. avatar 019 says:

    Hallo Happy Classics !

    Auch von mir herzlichen Dank an die Organistation und Helfer für die schöne Tour !
    Obwohl vor der Haustür, waren dennoch Abschnitte dabei , die ich noch nicht kannte.

    Wen es interessiert : Heute Abend in „Sport inside“ – 3. Programm WDR Fernsehen – ein Bericht über den RTF- “ Wahn“ .
    http://www.wdr.de/tv/sport_inside/sendungsbeitraege/2013/0909/rtf.jsp

    Dazu ist die Klassikerausfahrt der wunderbare Gegenentwurf ! Weiter so ! Allez, allez !
    Gruß!
    Reinhard

  3. avatar kreuzbube says:

    aphro child aka „Mirabella“ ? (oder anders rum?) Aber egal wie, erkannt hätte ich die Schreibe natürlich, auch wenn sie diesmal ungewohnt wenig kryptisch war… 😉 An dieser Stelle ein Gruß an meinen Neandertalbegleiter vom Frühjahr .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.