Kurbeln statt Kamellen – Der Start in die neue Klassiker-Saison

In den vergangenen Monaten haben wir mit der Winterschlampenparade die letzten Barrieren zwischen altem und neuem Material eingerissen und sind selbst mit Bastarden aus altem, gepulvertem Geröhr und halbwegs moderner Technik oder Hi-End-Lo-Look-EinGangsRockern über die Wirtschaftswege gerollt. Unsere Touren über das platte Land rund um Neuss, Duisburg oder Rommerskirchen fanden viele begeisterte MitfahrerInnen mit modernem Material, die Gruppenstärke stellte einige Male die kühnsten Erwartungen in den Schatten und uns vor logistische Probleme, aber natürlich haben wir uns auch nach diesem Winter, der keiner war, über den Start in den Klassikerfrühling gefreut. Zeitgleich zum jecken Treiben ging es los…

Auch wenn sich bei uns durch die vielen Ausfahrten eine gewisse Routine eingestellt hat, so sind wir doch noch immer gespannt und neugierig, wer sich zur ersten Klassikerausfahrt im neuen Jahr einfindet. Da die Wetterprognosen gut aussahen, waren wir zuversichtlich, zu Recht, wie sich schnell herausstellte. Fahrerinnen und Fahrer aller Alterklassen stellten Material aller Alterklassen am Treffpunkt ab – vom Klassiker der Nachkriegszeit bis zum modernen Gerät war alles dabei. Namedropping? Klar: Enik, Koga-Miyata, Titan, Gazelle, Bianchi, Faggin, Coppi, Moser, Rabeneick, Colnago, Peugeot, Dürkopp, Cratoni, Merckx, Pinarello, RIH, Bottecchia, LeMond, Raleigh, Rickert und ein Rad, das sich passenderweise als Gazelle verkleidet hat. Und wir haben garantiert was vergessen. Eine gediegene Auswahl klassischer Renner, vom Bling-Bling Gerät im Neuzustand bis zur abgerockten Ruine.

Nach Kaffee und Croissants sind wir zum Leidwesen einer Dortmunder Delegation halbwegs pünktlich gestartet. Bedingt durch den Karnevalstrubel war deren Zug verspätet am Düsseldorfer HBF eingetroffen, ihre via facebook gesandte Mail erreichte uns aber nicht mehr vor dem Start. Hätten wir gewusst, dass ihr unterwegs seid, so hätten wir gewartet. Schade…

Der Start in zwei Gruppen verlief reibungslos, am Rhein wurden diese dann vereint. Mit mehr als dreißig Mitfahrern ging es anschließend über die Flughafenbrücke, den Rhein entlang, eine kurze Pause am Uerdinger Industriegebiet, dann erneut über den Fluss Richtung Duisburg. Die Sonne lachte in vollen Zügen, als wir schließlich bei unserem Kaffeestop am Schlossstübchen des Schloss Heltorf ankamen.

Nach einer etwas längeren Rast ging es dann via Kaiserswerth zum Rhein und von dort aus zurück auf die Gruner Strasse. Erstaunlich: im letzten Jahr gab’s zum Saisonauftakt satte neun Platten, in diesem Jahr nur einen. Und das trotz der üppigen – dem erhöhtem Spritkonsum im Karneval geschuldeten – Scherben auf Wegen und Straßen. Apropos Karneval: Autofahrer und Fußgänger waren wunderbar entspannt im Umgang mit der großen Truppe. Hat das was mit den tollen Tagen oder mit unserer netten Art zu tun? Wie dem auch sei, die 56 km lange Strecke verging wie im Flug, eigentlich viel zu schnell. Fazit: am 6. April hängen wir ein paar Kilometer dran. Und verlängern so den Spaß ein wenig. Getreu unseres Mottos „Lächle, du Sau“.

Es grüßt Euch…

Die Klassikermannschaft!

This entry was posted in Veranstaltungen and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

One Response to Kurbeln statt Kamellen – Der Start in die neue Klassiker-Saison

  1. avatar kreuzbube says:

    Ihr habt ’nen eigenen Hasen, der das Tempo macht? Alle Achtung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.